New Years Eve – Unsere Silvesterparty

Oh, wir hatten eine ganz wunderbare Silvesterparty. Völlig umspektakulär und doch ganz fabulös. Wir haben im Gartenhaus meiner Großeltern gefeiert, (Das klingt jetzt ziemlich unsexy, das Haus ist aber wirklich toll hergerichtet und schon Schauplatz vieler legendärer Partys gewesen!) was den großen Vorteil hatte, dass die Kinder außerhalb unserer Hörweite geschlafen haben. Im Namen aller anwesenden Eltern geht an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Oma fürs aufmerksame Bewachen der Babyphones! (Sie ist eine richtige Helikopter-Oma.)

Ich dachte mir, ich gebe euch mittels dieses Posts mal ein paar Essentials in Sachen Partyplanung mit. (Ich bin so hip. Ich schreibe über Essentials. Vielleicht sollte ich doch nach Berlin ziehen.) Leider war das Licht katastrophal und die Party zu gut, um Fotos vom Essen zu machen. Vergebt mir!

Starten wir mit dem Main-Act:

Die Getränke

Wirr durcheinander kommt nie gut an, ein zu großes Angebot führt dazu, dass entweder die Hälfte übrig bleibt oder die Leute völlig überfordert sind. Wir haben uns für Rum und Sekt entschieden. Das heißt es gab Cuba Libre, Caipirinhas (I know, den macht man eigentlich mit Cachaca. Ich bin ein großer Freund originalgetreuer Rezepte, aber ich mag einfach keinen Cachaca.), Mojitos und eine Ipanema-Bowle. Wir haben also 4 Flaschen guten weißen Rum besorgt, am besten Havana (Oh my, mein Herz schlägt für Havana) und jede Menge Eis. Zusätzlich ein paar Bund Minze, 20 Limetten, Cola in rauen Mengen, Rohrzucker und Mineralwasser.

Die Ipanema-Bowle war der Lückenfüller, damit keiner mit leerem Glas da sitzen musste, während die Männer beim Cocktailmixen getrödelt haben. (Das ist bei uns ganz klar Männeraufgabe, wir Damen waren ja stets mit ekstatischem Tanz beschäftigt – ich spüre 5 Tage später immer noch einige meiner Zehen nicht wieder.) Sie war aber viel zu gut, um als Lückenfüller abgetan zu werden. Ich bin begeistert, danke Mutti für die Idee.

Ipanema Bowle

2 Flaschen Ginger Ale
1 Flasche Maracujasaft
1 Flasche Rum (Ohne Rum wird es eine prima alkoholfreie Bowle.)
8 Limetten
evtl. 3-4 EL Rohrzucker

Die Limetten vierteln und auspressen, alle anderen Zutaten hinzugeben und vermengen. Kühl stellen. Auf Eis servieren. Oh my! So gut!

Kauft unbedingt auch ein Sixpack Wasser. An Abenden, an denen viel getrunken wird, macht die 1-2-Wasser-Regel Sinn. Nach jedem zweiten alkoholischen Getränk, trinke ich ein Glas Wasser. Minimiert den Kopf am nächsten Tag mindestens um die Hälfte. Aber man muss auch oft Pipi.

Essen

Wir haben einen tollen Kugelgrill und haben einen dazu passenden Pizzastein besorgt. Es gab also ein DIY Pizzabuffet. Ich liebe Raclette, aber an Silvester find ich das zu stinkig. Prinzipiell steh ich sowieso eher auf Fingerfood-Buffets, weil man zwischendurch und über den ganzen Abend verteilt essen kann. Der Mitbewohner war aber so von seiner Pizza-Idee angetan, dass ich keine Chance hatte. Wenn man sich für ein Buffet entscheidet, ist es definitiv von Vorteil, jedem Gast eine Aufgabe zu übergeben. Sonst steht man im Vorhinein tagelang allein in der Küche. Wir handhaben es eigentlich immer so, dass ich mir einen Plan mache und meine Gäste dann darum bitte, die jeweilige Speise vorzubereiten. Und wenn jeder noch eine Flasche Wein oder Sekt mitbringt, dann explodieren auch die Kosten für den Gastgeber nicht.

Aber nun zur Pizza. (Geht natürlich auch im Ofen!)

Den Hefeteig habe ich bereits am Morgen vorbereitet und bis zum Abend kühl gehen lassen. Für 9 Personen habe ich Teig aus 1kg Mehl gemacht. Das Rezept findet ihr HIER.

Die Pizzasoße habe ich auch schon am Morgen vorbereitet.

Ich habe einfach die folgenden Zutaten kalt püriert:
2 Dosen geschälte Tomaten
4 Knoblauchzehen
2 TL Salz
2 TL Oregano
1 TL Majoran
Pfeffer
1 TL Zucker

Auf dem Tisch standen die verschiedensten Zutaten, sodass jeder seine Pizza nach Gusto belegen konnte.

Unter anderem:

Kochschinken, Salami, Chorizo, Serrranoschinken
Mozzarella, geriebener Gouda, Parmesan
Tomaten, Champignons, Mais, Ananas, Rucola
Barbecue Sauce, Sauce Hollandaise, Pesto
Oliven, getrocknete Tomaten, frischer Basilikum

Zusätzlich zur Pizza gab es zweierlei Pfannkuchenröllchen, gefüllt mit Tomatenfrischkäse und mit Spinat und Ricotta und einen tollen mediterranen Nudelsalat. Zum Nachtisch gab es Brownies und ein phänomenales Raffaello-Himbeer-Dessert. Das Rezept dazu findet ihr HIER.

Silvester-Outfit

Zu Silvester gehören für mich Pailletten. Es muss glitzern und glänzen und es darf gern etwas too much sein. Understatement kennwa hier nicht. Ich war natürlich top vorbereitet und musste am 30.12. die ganze Stadt nach einem Kleidungsstück mit Pailletten absuchen. Gar nicht so einfach in unserer kleinen unglamourösen Kackstadt. Mein Blazer ist von Pimkie und die Schuhe hab ich vor Jahren bei Deichmann gekauft. Dementsprechend haben sich auch meine Füße angefühlt. Aua.

Musik

Es muss unbedingt vorher abgeklärt werden, ob der Großteil der Gäste mit der Musik einverstanden ist. Ich hab schon Partys erlebt, die daran scheiterten, dass Schlagerfans sich ununterbrochen über die Hottentotten-Musik aufregten und umgekehrt. Wir hatten Glück, wir waren uns alle einig, dass zu einer gelungenen Silvesterparty tanzbare Partymusik gehört. Unseren guten Musikgeschmack darf man dabei aber gern anzweifeln. Wir sind mit David Guetta, Rihanna, Beyoncé, den Pussycat Dolls, Ciara, Gwen Stefani, Fergie und Co. ins neue Jahr gestartet. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viel getanzt habe wie in dieser Nacht. Es war soo so schön. Um 3 hab ich Caro angefleht, endlich schlafen gehen zu dürfen.

Silvester-Deko

Bei der Christmas Party war die Deko sehr durchdacht. Zu Silvester steh ich auf die Klassiker. Happy New Year – Kronen, glitzernde Partyhüte, silberne Tröten, Happy New Year-Girlanden und -servietten, Tischfeuerwerk und alles was glitzert und glänzt.

Ihr Herzen, ich wünsche euch in diesem Sinne ein bezauberndes neues Jahr! Auf, dass es uns allen gut gehen möge und wir die Zeit mit unseren Lieben genießen können!

Eure Maria

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