„Macht euch mal ein ruhiges Wochenende“, haben sie gesagt.

Vielleicht erinnert ihr euch: Vor zwei Wochen waren wir zu dritt in einem Wellnesskurzurlaub an einem wunderschönen See. Das Hotel war traumhaft, ein absolutes Paradies für Kinder, wir hatten tolles Wetter, das Essen war ein Genuss. Aber Fräulein Schimmerschuh fand alles kacke. Wir konnten machen, was wir wollten – keine Chance. Sie hat gezetert und gebockt oder – und das ist mein persönlicher Albtraum – unentwegt gejammert. Der Plan, am darauffolgenden Wochenende mit ihr und einer Freundin an die Ostsee nach Timmendorfer Strand zu fahren, stand da schon ziemlich fest. Und ich war mir zu diesem Zeitpunkt ziemlich sicher, dass ich es abblasen müsste. Zwei Wochenenden hintereinander hätte ich das nicht ertragen. Versteht mich nicht falsch, ich weiß ganz genau, dass das Leben für ein fast 3-jähriges kleines Mädchen unglaublich aufwühlend und anstrengend sein kann und dass es gar nicht so einfach ist, mit all dem Feuer und den vielen Einflüssen klar zu kommen. Wir bringen ihr ganz viel Verständnis entgegen und versuchen immer im Sinne ALLER Familienmitglieder zu handeln. ABER. Diese Geräuschkulisse macht mich mürbe. An solchen Tagen komme ich immer irgendwann an einen Punkt, an dem ich denke: „Ich kann es nicht mehr hören. “ Der Mitbewohner hat da eindeutig mehr Ausdauer und Geduld, aber irgendwann ist auch bei ihm die Luft raus und dann haben alle schlechte Laune. Und so gestaltete sich die meiste Zeit unseres Familienkurzurlaubs. Yay.

Vier Tage nach unserer Rückkehr nach Hause saßen wir trotzdem wieder im Auto. Zu groß war die Sehnsucht nach dem Meer. Und außerdem fand ich, hatte der Mitbewohner sich auch mal eine Auszeit von uns verdient. Er gibt mir alle Freiheiten dieser Welt, ich fand, er sollte auch mal ein wenig Zeit für sich bekommen.

Schon die Autofahrt ans Meer gestaltete sich ganz anders als die in der Woche zuvor. Klein C war total entspannt und gut gelaunt. Zwischendurch gabs ein Junior Menü bei Burger King und so vergingen die 5 Stunden tatsächlich ziemlich schnell. Und das ganz ohne Jonalu oder Biene Maja in Endlosschleife auf dem iPad. 😀 Nach unserer Ankunft sind wir sofort an den Strand gelaufen und haben das Meer begrüßt. Das Mäusekind war so selig, das meine Angst vor einem erneuten Wochenende voller Unmut sofort verflog. Und ich lag goldrichtig damit. Die Tage waren ganz wunderbar.

Wir hatten unheimlich viel Spaß und haben die Zeit einfach nur genossen. Wir haben Kleckerburgen gebaut, im Strandkorb geschlafen, im Meer gebadet und ganz viel leckeres Zeug gegessen. Der Mitbewohner war ganz neidisch, dass er das Kackwochenende abgekriegt und ich nun den Jackpot gezogen hatte, aber so ist das Leben. 😀 Woran es lag? Keine Ahnung. Aber vielleicht geht es ihr einfach wie ihrer Mama und das Meer bringt sie runter. Vielleicht ist das hier aber auch eine neue Phase. Wir genießen es einfach. So ist es, das Leben mit Kindern. Sie machen einen wahnsinnig. Meistens vor Glück. Aber nicht nur. 😀

Ich wünsche euch einen schönen Dienstag!

Eure Maria

1 Comment

  1. Liebe Maria

    Solche „Phasen“ haben wir immer wieder und dann stelle ich fest, dass die Zeit zu Zweit manchmal viel harmonischer ist, als wenn wir zu Dritt unterwegs sind.

    Wenn meine Männer Papa-Sohn-Tag haben, strahlen beide vor Freude. Und wenn ich mit unserem Sohn alleine etwas unternehme, haben wir richtig viel Spass zusammen. Natürlich sind auch Unternehmungen zu Dritt wunderbar, aber dann muss der Eine Pipi, der Andere hat Hunger und der Dritte im Bunde ist müde. Und dies führt dann zu einer explosiven Stimmung, welche sich immer mehr aufschaukelt.

    Und die Stimmung der Eltern spiegelt sich sehr oft in den Kindern wieder. Darum ist so eine Auszeit zu Zweit (welche zwei auch immer) einfach Gold wert.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.